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Wohin mit der internen Kommunikation?

Welche Abteilung im Unternehmen übernimmt die Verantwortung für interne Kommunikation? Marketing, HR oder doch eine Stabsstelle bei der Geschäftsführung? Eine Abwägung der verschiedenen Möglichkeiten.

Wer in einem großen Unternehmen arbeitet, zuckt bei dieser Frage mit den Schultern. Ist doch klar: Interne Kommunikation gehört in die Abteilung Interne Kommunikation oder zur Unternehmenskommunikation. In mittelgroßen Unternehmen – selbst, wenn diese mehrere Tausend Mitarbeiter*innen haben – sieht die Sache oft anders aus. Denn eine Abteilung Interne Kommunikation gibt es in der Regel nicht. Wenn sich Marketing, HR und Geschäftsführung bisher die Kommunikationsaufgaben geteilt haben: Wer übernimmt dann die Verantwortung für interne Kommunikation? Wir haben die verschiedenen Möglichkeiten abgewogen.

Die drittbeste Möglichkeit: interne Kommunikation im Marketing

Der große Vorteil, wenn Marketing die interne Kommunikation steuert: Die Kolleg*innen kennen sich mit Kommunikation aus. Sie können eine Kommunikationsstrategie entwickeln, verständliche, interessante Texte verfassen, wissen, wie man verschiedene Kommunikationskanäle entwickelt und bespielt. Außerdem sind sie meist schon für die Betreuung des Intranets zuständig. Da ist es nur logisch, die interne Kommunikation beim Marketing anzusiedeln. Oder?

Sagen wir es so: Es ist zumindest der einfachste Weg. Allerdings birgt er drei Herausforderungen. Erstens liegen die internen Themen meist nicht beim Marketing, sondern bei der Geschäftsführung oder bei HR. Deshalb muss der/die IK-Verantwortliche gemeinsam mit Chef*in und Kolleg*innen sicherstellen, dass alle Themen identifiziert und gut bearbeitet werden. Zweiter Knackpunkt: Nach außen soll das Unternehmen positiv dargestellt werden. Nach innen ist Authentizität und Kritikfähigkeit gefragt. Sonst kommt schnell der Vorwurf der Schönschreiberei auf. Das erfordert ein bewusstestes Umdenken zwischen Marketing- und interner Kommunikation. Dritte Herausforderung ist die Mitarbeiter*innenbeteiligung. Wenn nicht nur Infos intern verteilt werden sollen, sondern eine dialogorientierte Kommunikation gefragt ist, braucht es geeignete Instrumente. Das Know-how dazu muss im Marketing in vielen Fällen erst aufgebaut werden.

 

Die zweitbeste Möglichkeit: interne Kommunikation in der HR-Abteilung

In der HR-Abteilung findet sich oft der umgekehrte Fall. Das Bewusstsein für die Kultur, die Werte und die Weiterentwicklung der Organisation ist gut ausgebildet. Bei vielen Themen sitzt HR direkt an der Quelle. Die Vernetzung zu allen Bereichen und Teams ist eng. Die Beteiligung der Mitarbeiter*innen hat einen hohen Stellenwert. Es gibt meist ausreichend Erfahrung mit entsprechenden Formaten der Organisationsentwicklung wie Befragungen, Workshops etc. Im Gegenzug muss hier das technische und kommunikative Know-how aufgebaut werden. Abhängig von den vorhandenen Fachkräften ist das möglich, aber unter Umständen nicht einfach.

 

Die beste Möglichkeit: interne Kommunikation als Stabsstelle der Geschäftsführung

Mehr Wirksamkeit bekommt die interne Kommunikation, wenn sie zur Chef*innensache erklärt und als Stabsstelle bei der Geschäftsführung angesiedelt wird. Je nach Qualifikation der verantwortlichen Person muss natürlich auch hier Wissen aufgebaut werden. Trotzdem ist es aus unserer Erfahrung die beste Option. Dadurch ist die interne Kommunikation nah an allen relevanten Themen. Sie ist optimal positioniert, um bei der Geschäftsführung und der obersten Führungsebene das Bewusstsein für interne Kommunikation weiterzuentwickeln.

Auch hier gibt es natürlich einen Nachteil: dass die interne Kommunikation sich gemütlich im Elfenbeinturm einrichtet und sich von den Mitarbeiter*innen entfernt. Ein aktiv gepflegtes internes Netzwerk – ob informell als persönliche Kontakte oder als formelle IK-Community – kann dem entgegenwirken.

 

Doch egal, wo die interne Kommunikation in Ihrem Unternehmen angesiedelt ist: Hauptsache, es gibt sie! Damit Sie die Chancen dieses wirkungsvollen Steuerungsinstruments voll ausschöpfen können.

Sind Sie unsicher, wo die interne Kommunikation bei Ihnen richtig ist? Wir begleiten Sie gerne durch den Entscheidungsprozess. Lassen Sie uns einfach darüber sprechen.

*Photo by Jon Tyson on Unsplash

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